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<title>Fitzroy-System</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Fitzroy-System</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Das <b>Fitzroy-System</b> oder die <b>Fitzroy-Progression</b> ist eine populäre Form des <a href="Martingalespiel" title="Martingalespiel">Martingalespiels</a>, die von manchen Spielern beim Setzen auf die einfachen Chancen beim <a href="Roulette" title="Roulette">Roulette</a> und <a href="Trente_et_quarante" title="Trente et quarante">Trente et quarante</a> angewendet wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Variante_1">Variante 1</h2></div>
<p>In der einfachen Form dieses Systems<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> beginnt der Spieler seinen <i>Angriff</i> auf die <a href="Spielbank" title="Spielbank">Spielbank</a> mit einem Einsatz von einer Einheit (Stück). Gewinnt der Spieler diesen Coup, so ist diese Spielserie beendet, und er beginnt eine neue Spielserie; d. h., solange der Spieler gewinnt, setzt er immer nur eine Einheit.
</p><p>Sobald der Spieler aber das erste Mal verliert, setzt er im folgenden Coup <i>zwei</i> Einheiten. Da der Einsatz nach dem ersten Verlust erhöht wird, handelt es sich bei dieser Spielweise um eine Form des Martingalespiels.
</p><p>Verliert der Spieler auch diesen Coup, so setzt er im folgenden Coup <i>drei</i> Einheiten, und in Folge unabhängig von Gewinn oder Verlust der einzelnen Coups nacheinander stets um eine Einheit mehr als im vorangegangenen Coup, d. h., er setzt nacheinander 1, 2, 3, 4, 5, … Stück, solange, bis er innerhalb dieser Spielserie einen positiven Saldo erreicht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Variante_2">Variante 2</h2></div>
<p>Bei der klassischen Variante des Fitzroy-Systems<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> versucht der Spieler pro gespielten Coup eine Einheit zu gewinnen.
</p><p>Der Spieler setzt solange jeweils eine Einheit, solange er gewinnt. Nach dem ersten Verlust setzt er drei Einheiten; sollte auch dieser Coup verloren gehen, wird der Einsatz nach jedem Coup unabhängig vom Ergebnis um jeweils eine Einheit erhöht, bis das Ziel erreicht ist.
</p><p>Dabei gibt es jedoch noch einige Besonderheiten; diese Satztechnik sei daher anhand eines Beispiels (zwei Verluste, ein Gewinn, drei Verluste, drei Gewinne) genauer erläutert.
</p><p><b>Beispiel</b>
</p><p>1. Coup, Einsatz 1 Stück, verloren, Saldo –1.
</p><p>Da der Spieler für jeden gespielten Coup eine Einheit gewinnen möchte, beträgt der angestrebte Saldo nach dem zweiten Coup +2; der Spieler setzt daher nun drei Einheiten.
</p><p>2. Coup, Einsatz 3 Stück, verloren, Saldo –4
</p><p>Hätte der Spieler diesen Coup gewonnen, so wäre diese Spielserie beendet, und der Spieler würde wieder mit einer Einheit fortsetzen. Da der Coup jedoch verloren wurde, wird der Einsatz nun um eine Einheit auf vier Stück erhöht.
</p><p>3. Coup, Einsatz 4 Stück, gewonnen, Saldo 0.
</p><p>Der angestrebte Saldo nach dem vierten Coup beträgt +4, um dieses Ziel zu erreichen, braucht der Spieler seinen Einsatz nicht weiter zu erhöhen, er setzt daher im nächsten Coup wiederum nur vier Stück.
</p><p>4. Coup, Einsatz 4 Stück, verloren, Saldo –4.
</p><p>Nach diesem Verlust wird die Progression so fortgesetzt, als ob sie zuvor nicht unterbrochen worden wäre, d. h., der nächste Coup wird mit sechs Stück gespielt.
</p><p>5. Coup, Einsatz 6 Stück, verloren, Saldo –10.
</p><p>6. Coup, Einsatz 7 Stück, verloren, Saldo –17
</p><p>7. Coup, Einsatz 8 Stück, gewonnen, Saldo –9
</p><p>8. Coup, Einsatz 9 Stück, gewonnen, Saldo 0.
</p><p>Der angestrebte Saldo nach dem 9. Coup beträgt +9, d. h., der Einsatz braucht wiederum nicht mehr weiter erhöht zu werden, und somit setzt der Spieler im 9. Coup ebenfalls neun Einheiten:
</p><p>9. Coup, Einsatz 9 Stück, gewonnen, Saldo +9.
</p><p>Würde der Spieler diesen Coup verlieren, so müsste er den zehnten Coup mit elf Einheiten spielen, so als ob die Progression nicht unterbrochen worden wäre.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bewertung">Bewertung</h2></div>
<p>Das Fitzroy-System ist natürlich ebenso wie alle anderen Formen des Systemspiels nicht imstande, dauerhaft Gewinne zu garantieren – ganz einfach deshalb, weil man mithilfe der <a href="Martingal" title="Martingal">Martingaltheorie</a> mathematisch beweisen kann, dass es beim Roulette keine Gewinnstrategie gibt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Systemtest_von_1908">Systemtest von 1908</h2></div>
<p>Dieses System wurde von James Francis Harry St. Clair-Erskine, 5th Earl of Rosslyn, (1869–1939) und dessen jüngerem Bruder Alexander Fitzroy St. Clair-Erskine (1870–1914) erfunden – nach dem mittleren Vornamen des letzteren erhielt es den Namen <i>Fitzroy-System</i>, des Weiteren ist diese Spielweise auch als <i>Lord Rosslyn's System</i> bekannt. Die Brüder waren von der Unfehlbarkeit ihres Systems überzeugt, woraufhin Sir <a href="Hiram_Stevens_Maxim" class="mw-redirect" title="Hiram Stevens Maxim">Hiram Stevens Maxim</a>, der Erfinder des Maschinengewehrs, sie im Jahr 1908 herausforderte, ihr System zu erproben: Er werde ein Roulettespiel über 5.000 Coups nach den (damals) in der <a href="Spielbank_Monte_Carlo" class="mw-redirect" title="Spielbank Monte Carlo">Spielbank Monte Carlo</a> gültigen Regeln als <a href="Bankhalter" title="Bankhalter">Bankhalter</a> gegen Lord Rosslyn spielen; beide Parteien sollten mit einem Spielkapital von fiktiven $ 50.000 beginnen. Die Partie endete – nicht überraschend – mit dem Sieg von Sir Hiram.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Roulette-Systeme" title="Roulette-Systeme">Roulette-Systeme</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">spelregels.eu: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140201115310/http://spelregels.eu/rules/roulette/fr.pdf"><i>Systemen – De Fitzroy-progressie</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 1. Februar 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>; PDF; 334 KB, niederländisch, S. 30)</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">hzeeland.nl: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140201101429/http://www.hzeeland.nl/~pcwso/basis_statistiek/BasisStatistiekstudent.doc">Statistik-Übungsaufgaben mit Erklärung des Fitzroy-Systems</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 1. Februar 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>; <a href="Microsoft_Word" title="Microsoft Word">MS Word</a>; niederländisch, 119 KB)</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">tuocasino.com: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20080526080538/http://www.tuocasino.com/roulette_fitzroy.html"><i>La progressione di Fitzroy</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 26. Mai 2008 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) (italienisch)</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Victor Bethell: <i>Monte Carlo – Anecdotes and Systems of Play</i>, London, 1910, p 141 ff (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.archive.org/details/montecarloanecdo00bethiala">Online</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Rudolf Heinrich [d. i. Rudolf Bretschneider]: <i>Roulette, Trente-et-Quarante, Baccara,</i> <a href="Perlen_Reihe" class="mw-redirect" title="Perlen Reihe">Perlen Reihe</a>, Band 645, Wien, 1954, p 33 ff</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander B. Szanto: <i>Roulette, Trente-et-Quarante, Baccara, Black Jack</i>. Perlen Reihe, Band 645, Wien, 1977 (Neubearbeitete Auflage des Buches von Heinrich), p 38 ff</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>The Complete Hoyle’s Games</i> Revised & updated by Lawrence H. Dawson, London 1950, Wordsworth Reference, reprint 1994, ISBN 1-85326-316-8, p 283</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"> Stewart N. Ethier <i>The Doctrine of Chances</i>, Springer Verlag, Heidelberg, 2010, p. 316</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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